Aus dem Rathaus: Bürgermeister Schwuchow äußert sich zum Thema Glasfaser

Aus dem Rathaus: Bürgermeister Schwuchow äußert sich zum Thema Glasfaser

Bericht des Bürgermeisters zum Breitbandausbau – Information zur Ratssitzung vom 10.10.2019

Bürgermeister Schwuchow betont, die Berichterstattung in der Neuen Westfälischen sowie im Westfälischen Volksblatt am 08.10.2019 bezüglich des Breitbandausbaus heute zum Anlass nehmen zu wollen, um klärende Worte an die Bürgerinnen und Bürger zu richten. 

Zurzeit sehe sich die Verwaltung aber auch der Rat der Stadt unberechtigten Vorwürfen ausgesetzt, nicht im Sinne der Bürger zu handeln oder sogar eigene Vorteile höher als den Bürgerwillen zu stellen. An dieser Stelle wolle er ausdrücklich klarstellen, dass dies nicht der Fall ist. Diese Vorwürfe weise er entschieden zurück. Die Ratsvertreter entscheiden auf der Grundlage sachlicher Fakten und zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger. Bürgermeister Schwuchow betont, sich ausdrücklich gegen diese üble Nachrede zu wehren. Gerade der Gang der bisherigen Beratungen beim Breitbandausbau machen dies deutlich. Der Rat habe sich grundsätzlich für eine bessere Breitbandversorgung der gesamten Bevölkerung im Stadtgebiet entschieden. Beide Unternehmen seien aufgrund des Telekommunikationsgesetztes berechtigt, Infrastruktur aufzubauen und auch zu betreiben.

Am 06.06.2019 habe ein Vertreter der Deutschen Glasfaser im Rat sein Konzept vorgestellt. Hier sei deutlich gemacht worden, dass nicht alle Ortschaften im Stadtgebiet ausgebaut werden, sondern lediglich Ahden, Brenken, Wewelsburg die Kernstadt und die Gewerbegebiete in Büren berücksichtigt werden. Daraufhin habe sich die Innogy gemeldet und angeboten, das gesamte Stadtgebiet mit Glasfaser auszustatten. Am 11.07.2019 stimmten daher die Vertreter des Rates einstimmig der Kooperationsvereinbarung mit Innogy zu und machten damit den Weg frei für den Glasfaserausbau im gesamten Bürener Stadtgebiet.

Erst aufgrund der Beratung im Bauausschuss sei die Deutsche Glasfaser von ihrem ursprünglichen Konzept abgerückt und habe ebenfalls angeboten, alle Ortschaften anzubinden, womit der Wettbewerb eröffnet war.Durch die nochmalige Beratung und Beschlussfassung im Rat sei es somit erst möglich geworden, dass nun zwei Telekommunikationsunternehmen das gesamte Stadtgebiet mit Glasfaser erschließen wollen. Dies sei eine wichtige Entscheidung für die gesamte Bevölkerung im Stadtgebiet. Wie nun der Wettbewerb der beiden Unternehmen ausgeführt werde, könne weder der Rat noch die Verwaltung direkt beeinflussen. Da die Verwaltung zahlreiche Beschwerden erreichen, habe er dies zum Anlass genommen, Vertreter von Innogy und die Ortsvorsteher zu einem klärenden Gespräch einzuladen.

Kommentar des Herausgebers:

Über 12 Jahren arbeite ich als Vertriebsdirektor bei einem der größten Telekommunikationsgroßhändler der Branche. Die Organisation von Vertriebserfolgen ist immer die Meisterklasse für einen Konzern, der oftmals noch in verschiedene Vertriebsbereiche aufgegliedert ist. Und am Ende ist es eins: Wettbewerb. Ein Wettbewerb der noch nicht einmal mit eigenen Mitarbeitern gegenüber dem Wettbewerber ausgetragen wird, sondern durch Subunternehmer als verlängerter Arm. Wenn dann noch hohe Summen an Geld ins Spiel kommt, wird schnell in Trickkiste gegriffen und der alte Anbieter oder der aktuelle Rivale auch mal schlecht gemacht. Das schlecht machen, machen alle diese Subunternehmer, der eine mehr und der andere weniger. Am Ende geht es nämlich pro Kunde schnell um 240-350€ Provision. Und was an der Haustür gesagt wurde, bleibt eben an der Haustür.

Wenn am Ende aber diese Themen aufgegriffen werden und den durch den Bürger gewählten Ratsmitgliedern, Bestechlichkeit und Vorteilsnahme unterstellt wird, fehlen mir einfach die Worte. Ich sage dazu nur eins: Schämt euch! Diese Bürgerinnen und Bürger leben hier. Es sind eure Nachbarn und vielleicht sogar Freunde. Und das Ergebnis eurer vertrauensvollen Wahl.

Andreas Rüdiger, im Oktober 2019

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