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Die Kirche Maria Immaculata gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten im Nordrhein Westfalen. Der barocke Baustil und die Baukunst des 18. Jahrhunderts sind absolut sehenswert.

Kirche Maria Immaculata: barocke Sehenswürdigkeit in Büren

Die Kirche Maria Immaculata liegt in der Innenstadt der westfälischen Stadt Büren. Der Name der Kirche kann mit ‚unbefleckte Maria‘ übersetzt werden. Im Volksmund wird sie auch als Jesuitenkirche bezeichnet. Das Bauwerk wurde etwa in der Zeit zwischen 1754 und 1773 von dem Kurfürsten von Köln Clemens August und dem Baumeister des paderbornischen Fürstenbischofs Franz Heinrich Roth erbaut. Auftraggeber dieses im spätbarocken Stil geplanten Monuments war der damalige Jesuitenorden.

Kirche Maria Immaculata: von der Planung bis zur Grundsteinlegung

Eine Kirche mit diesen wunderschönen Verzierungen. wie sie in Büren zu sehen sind, finden Sie eher selten im nördlichen Teil Deutschlands. Die Bauart ist an einen süddeutschen, italienischen Stil angepasst. Der Bau der Jesuitenkirche Maria Immaculata wurde im Jahr 1640 von Moritz von Büren testamentarisch festgelegt. Von Büren war der letzte männliche Nachfahre eines Geschlechts von Edelherren und selbst ein Jesuit. An der Stelle des Bauwerks stand vorher eine Burg, die bereits seit Generationen im Besitz der Edelherren war.

Nach dem Tod von Bürens im Jahr 1661 dauerte es mehr als 50 Jahre, bis der Grundstein für die Jesuitenkirche gelegt wurde. Dagegen wurde das Kolleggebäude bereits in der Zeit von 1716 bis 1728 fertiggestellt. Erst 20 Jahre nach Erbauung des Kollegs, im Jahr 1751 beschlossen die Jesuiten, mit dem Bau der Kirche zu beginnen. Als Standort wurde der Grund gewählt, der südlich des Kolleggebäudes lag. Dieses sollte durch einen Quertrakt mit dem Bauwerk verbunden werden, was jedoch später nicht vollzogen wurde. Die Bauleitung übernahmen der Jesuit Christoph Seeberger und der Ingenieur Franz Christoph Nagel.

Das Fundament der Jesuitenkirche wurde aus Sandstein aus Hegensdorf und aus Kalkstein aus Büren errichtet. Es war bis zum Jahr 1754 fertiggestellt. Im Frühjahr 1756 war der Bau bereits bis zum Kreuzgesims errichtet worden. Im Mai dieses Jahres reiste Kurfürst Clemens August, Bischof von Paderborn und von Köln nach Büren, um die Grundsteinlegung zu leiten.

Die Bürener Kirche Maria Immaculata und ihre Geschichte

Bis zum Jahr 1757 wurde an der Fassade gearbeitet. In der Zwischenzeit arbeiteten Bürener Steinmetze an den Statuen des heiligen Stanislaus Kostka und des heiligen Aloisius. Bei der Fertigung verwendeten sie Stein aus den Rüthener Steinbrüchen. Außerdem wurde an der Errichtung des Daches gearbeitet, das im Jahr 1758 fertiggestellt wurde. Das Dach des Monuments wurde mit Schiefer gedeckt und die Gewölbe wurden eingezogen.

Im Jahr 1759 war es dann endlich soweit, dass die Kuppel über der Kreuzvierung vollendet werden konnte. Zeitgleich wurden die Arbeiten an den Gewölben im Hauptschiff sowie in den Seitenschiffen abgeschlossen. Nun war es Zeit, die prachtvollen Malerarbeiten zu planen. Diese wurden von dem Maler Joseph Gregor Wink durchgeführt. Bei seiner Arbeit wendete er die sogenannte Fresco-Secco-Technik an. Die Malereien an der Kirche dauerten bis zum Jahr 1765. Sodann konnten die meisterhaften Stuckarbeiten durchgeführt werden. Diese wurden bis zum Jahr 1770 von den Gebrüdern Nepumuk und Merz ausgeführt. Der Bau der Jesuitenkirche wurde durch das Einsetzen des pompösen Hochaltars als zentrales Element abgeschlossen.

Die Verbindung zum Kolleg konnte nicht mehr erbaut werden, da Papst Clemens XIV. den Jesuitenorden im Jahr 1773 auflöste. Kirche und Kolleg wurden unter die Verwaltungsherrschaft des sogenannten Exjesuitenordens gestellt. Die Verwaltung blieb bei den Exjesuiten, bis diese im Jahr 1811 aufgelöst wurde.

Danach fiel Westfalen an Preußen, wobei das Haus Büren vorübergehend im Staatsbesitz blieb. Auf Verlangen von Franz Egon von Fürstenberg wurde des als Fonds an die Verwaltung des ehemaligen Jesuitenordens zurückgegeben.

Was ist so faszinierend an der ehemaligen Jesuitenkirche?

Die Kirche zieht nicht nur wegen ihrer äußeren Erscheinung viele Bewunderer in ihren Bann. Vor allem wegen der hinreißenden Innenausstattung kommen einige Besucher nach Büren, die das außergewöhnliche Interieur der Jesuitenkirche in Westfalen besichtigen möchten.

Alleine die Deckenfresken, die im Innenraum der Kirche zu sehen sind, stellen zentrale Momente dar, die sich im Leben der heiligen Maria ereignet haben.

– Chor: Geburt Marias
– Hauptschiff: Vermählung Maria und Josef
– nördliches Seitenschiff: Mariä Verkündigung
– südliches Seitenschiff: Heimsuchung – Maria und Elisabeth treffen sich

Darüber hinaus gibt es in der Kuppel vier Gemälde, auf denen unterschiedliche Darstellungen zu sehen sind:

– Tempelgang
– Jesus im Tempel
– Tod Marias
– leibliche Aufnahme Marias in den Himmel

Dazwischen sind Grisailledarstellungen des Verses 6.9 des Hohelieds zu sehen. Dort wird Maria gezeigt, die von einer Sonne umgeben ist. Sie sitzt auf der Mondsichel, im Hintergrund ist ein Stern abgebildet. Sie schwebt über dem Lager eines Heeres.

In der Laterne befindet sich eine Darstellung, in der die Krönung Mariäs abgebildet ist. Des Weiteren gibt es einige Bilder, die aus dem Alten Testament stammen. Vorbilder Marias wie Jahel, Esther, Abigail, Judith, Abigail wurden ebenfalls gewürdigt.

Das Faszinierende an der ehemaligen Jesuitenkirche sind nicht nur die warmen, pastellenen Farbtöne, in denen die Fresken gemalt wurden. Das Bauwerk wurde insbesondere wegen der malerischen Kunst bekannt. Die Perspektive wurde so dargestellt, dass der Eindruck entsteht, die Kirche sei nach oben geöffnet.

Wenn Sie die ehemalige Jesuitenkirche außerhalb einer heiligen Messe besuchen möchten, können Sie das an jedem dritten Sonntag im Monat ab 16 Uhr durchführen. Sie finden die Kirche im historischen Teil der Stadt Büren. Das Bauwerk bildet gemeinsam mit dem ehemaligen Jesuitenkolleg, indem jetzt das Mauritius Gymnasium beheimatet ist und der Ökonomie, die ehemals das Wirtschaftsgebäude des Ordens war ein unvergleichbares Ensemble. Der alte Sandsteinkomplex prägt seit mehr als 250 Jahren den mittelalterlichen Teil des Ortes Büren.

Fazit: ein Besuch in der Bürener Jesuitenkirche Maria Immaculata lohnt sich

Besuchen Sie dieses faszinierende Monument der Geschichte, und lassen Sie sich von den vielen Details, der ehemaligen Jesuitenkirche vereinnahmen. Wer die Bürener Kirche betritt, fühlt sich sofort in eine vollkommen andere Welt versetzt und hingerissen von der Kunst aus der Zeit des Spätbarocks. In Nordrhein-Westfalen sind nicht viele der Kunstwerke aus der spätbarocken Zeit beheimatet. Daher sollten Sie sich einen Nachmittag in dieser beeindruckenden Umgebung keinesfalls entgehen lassen.

Adresse & Kontakt

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Burgstraße 4, 33142 Büren

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