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Moritz von Büren war der letzte Erbe aus einer Generation von Edelherren. Von Büren, der selbst Jesuit war, stellte sein Vermögen für die Kirche und die Allgemeinheit zur Verfügung, um ein faszinierendes Bauwerk und ein Kolleg zu erschaffen.

Das Jesuitenkolleg in Büren: Geschichte eines faszinierenden Kollegs

Der Edelherr Moritz von Büren verschrieb im Jahr 1960 in seiner letztwilligen Verfügung sein gesamtes Erbe dem Jesuitenorden. Die Erbschaft war an die Bedingung geknüpft, eine Jesuitenkirche und ein Jesuitenkolleg zu erbauen. Im Jahr 1825 wurde in den alten Gebäuden ein Lehrerseminar erstellt. Die heutige Schule entstand im Jahr 1925. Das Mauritius- Gymnasium wurde nach Beendigung des zweiten Weltkrieges eingerichtet und wurde zeitweilig von Jesuiten geleitet.

Jesuitenkolleg: Geschichte eines barocken Monuments

Das Jesuitenkolleg wurde in der Zeit von 1716 bis 1728 von dem westfälischen Barockmeister Gottfried Laurenz Pictourius unter Beteiligung von Johann Conrad Schlaun erbaut. Bei der Ausführung des Baus des prächtigen dreiflügeligen Gebäudes half der Laienbruder Ambrosius Brandhauer, der aus Tirol stammte.

Neben dem Jesuitenkolleg wurde von 1754 bis 1771 eine der bedeutendsten barocken Kirchenbauwerke Westfalens errichtet. Der Sakralbau der Kirche wurde von dem Bonner Hofbaumeister Johann Heinrich Roth entworfen. Die Kirche entstand nach dem Vorbild der ebenfalls im barocken Stil erbauten Mutterkirche des Jesuitenordens, Il Gesu, die in Rom steht. Die Ausarbeitung des pompösen Gebäudes wurde durch Franz Christoph Nagel, Barockbaumeister aus Paderborn und den Jesuitenbruder Christoph Seeberger, der aus Tirol stammt durchgeführt.
Die Schule liegt heute an einem zentralen Platz in der Altstadt Bürens. In unmittelbarer Nähe zur Schule liegt die barocke ehemalige Jesuitenkirche. Diese sollte nach älteren Bauplänen eigentlich an das Kollegsgebäude baulich integriert werden. Jedoch entstand das Gebäude, in dem die Schule ist nach dem Jahr 1750 als ein separates Bauwerk, das seitlich in der Nähe des dreiflügeligen Kollegs entstand.

Das Mauritius-Gymnasium wird in der heutigen Zeit als eine katholische Privatschule geführt. Freier Träger ist die Stadt Büren, die sich im Kreis Paderborn befindet.

Jesuitenkolleg: Entwicklung und Fortführung

Zu Beginn war in dem Jesuitenkolleg ein theologisches Seminar eingerichtet. Doch in der Zeit von 1825 bis 1925 wurde das Schulgebäude hauptsächlich zur Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften durch das Land Preußen genutzt. Des Weiteren dienten die Räumlichkeiten zur Unterbringung von Amtsräumen wie dem Amtsgericht Büren. Erst im Jahr 1923 nahm die Entwicklung des Kollegs mit Gründung einer staatlichen Aufbauschule eine andere Richtung ein. Im Vordergrund der schulischen Lehrpläne stand der christliche Erziehungscharakter. Die Schule gehörte lange Zeit zu den einzigen höheren Schulen im Umkreis von Büren. Ein weiterer positiver Faktor war die Tatsache, dass die Schule auch Mädchen aufnahm. Die Schule hatte in dieser Form bis zum Jahr 1945 Bestand.

Im Jahr 1945 änderte sich einiges an der Schule, da eine jesuitische Schule aus der Nähe von Frankfurt nach Büren verlegt werden musste. Ein Jahr später wurde ein altsprachliches Gymnasium für Jungen gegründet, das alleine unter jesuitischer Trägerschaft stand. Diese hatte bis zum Jahr 1952 Bestand. Die Schulleitung an dieser Schule wurde bis zum Jahr 1981 von Jesuiten ausgeübt. Von 1966 bis 1970 konnten neben den Jungen auch Mädchen in einem eigenständigen Aufbaugymnasium unterrichtet werden. Seit dem Jahr 1971 werden Mädchen im Allgemeinen am Mauritius-Gymnasium unterrichtet.

Das Jesuitenkolleg: interessante Architektur im barocken Stil

Bei dem Jesuitenkolleg handelt es sich um ein drei-geschossiges Gebäude, das in einem 50 mal 40 Meter großen Hof aus erreichbar ist. Im Grundriss zeichnet sich ein rechteckiger, hufeisenförmig ausgestalteter Gebäudekomplex ab.

Das Gebäude wurde in einer einfachen Bauart in Sandstein erbaut und gestaltet. Diese Bauweise unterstreicht die beeindruckende Wirkung der beiden Flügel des Jesuitenkollegs. Dabei wird die Stirnseite durch Rundbögen, Portale, korinthische Säulen, Postamente und Vasen geschmückt. Dagegen sind die Treppenhäuser, die in den beiden Hof-Ecken zu sehen sind, die zu den Turmbauten führen, später hinzugefügt worden.

Der gesamte Gebäudekomplex ist ein Beweis der Baukunst des 18. Jahrhunderts. Das wird insbesondere an den vielen Details klar wie den schmiedeeisernen Toren. Sie werden jedoch bemerken, dass die Schönheit und Eleganz, die das Jesuitenkolleg ausstrahlt noch übertroffen wird wenn Sie durch das Südtor hindurchgehen. Dort befindet sich die barocke Jesuitenkirche Maria Immaculata, welche durch ihre Schönheit und Eleganz viele Bauten übertrifft, die im 18. Jahrhundert in diesem Stil errichtet wurden.

Fazit: Bürens prächtiges Bauwerk – das Jesuitenkolleg in der Innenstadt

Das Kolleg, das vom Jesuitenorden geplant und erbaut wurde, gehört zu den prächtigsten Bauwerken in Nordrhein-Westfalen. Neben dem Jesuitenkolleg ist die barocke Jesuitenkirche absolut sehenswert. Solche Bauten in diesem Stil sind für diese Gegend Deutschland eine Seltenheit. Daher sollten Sie sich einen Besuch im Jesuitenkolleg mit anschließender Besichtigung der Barockkirche nicht entgehen lassen.

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