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Nordöstlich der Stadt Büren blickt das ehemalige Kloster auf über 1.200 Jahre bewegte Geschichte zurück. Eine der ältesten Klosteranlagen Deutschlands liegt malerisch eingebettet in einem Karsttal.

Inzwischen als Gut Böddeken bekannt, wird das beeindruckende Anwesen im Paderborner Land heute landwirtschaftlich genutzt. Zu dem ist im einstigen Ordenshaus ein Internat untergebracht, so dass Sie die Anlage nur von außen besichtigen können. Lediglich zum alljährlich stattfindenden Tag der offenen Tür sind die Räumlichkeiten im einstigen Kloster teilweise zugänglich. Rund um das Gut begeben Sie sich bei einer Wanderung am Sintfeld-Höhenweg auf historische Zeitreise. Neben reizvoller Natur erwartet Sie bemerkenswerte Kultur entlang der 144 Kilometer langen Strecke.

Anno 836 als Frauenstift im Fürstbistum Paderborn gegründet, entwickelte sich das Kloster zu einem der einflussreichsten Ordenshäuser Deutschlands. Der Legende nach soll Gründer Archidiakon Meinolf vor Ort ein Hirsch erschienen sein, der ein Kreuz im Geweih trug. Zur Eröffnung des Kanonissenstifts wurden vor allem adlige Damen aufgenommen. Zunehmend gewann die Einrichtung an Bedeutung und Wohlstand.

Im 14. Jahrhundert traten wirtschaftliche Schwierigkeiten auf. Infolgedessen sah sich der Paderborner Fürstbischof Wilhelm gezwungen, das Kloster an die niederländischen Augustiner-Chorherren zu übergeben. Durch ihre bescheidene Lebensweise und ihr arbeitssames Verhalten führten sie das Stift zu neuer Blüte. Ihre geistige Ausrichtung wurde weit über die Landesgrenze hinaus zum Mittelpunkt kirchlicher Erneuerung. So begaben sich Chorherren aus Böddeken auch auf Wanderschaft durch Europa. Mit Besetzung des Fürstbistums Paderborn durch preußische Truppen wurde das Augustinerkloster 1803 aufgelöst.

Stift und Gut Böddeken erwarb 1822 Josef von Hartmann, der als Landrat im Kreis Büren tätig war. Heute bewirtschaftet und verwaltet die Familie von Mallinckrodt die gesamte Anlage. Im früheren Konventgebäude entstand 1978 eine Jugendhilfeeinrichtung mit Internat. Träger der Bildungsstätte sind die Fachinstitute Blauschek. Die pädagogische Arbeit ergänzt seit 2008 eine private Wohngrundschule. Auf Gut Böddeken werden Schüler aus ganz Deutschland im Alter von 6 bis 13 Jahren betreut. Sie sind von Lerndefizit, Entwicklungsstörung oder Verhaltensauffälligkeit betroffen.

Bei einem Ausflug zu der gut erhaltenen Anlage können Sie am Torhaus zwei Darstellungen entdecken. Eine Abbildung zeigt den heiligen Meinolf. Auf dem anderen Bildnis ist St. Augustinus zu sehen. Der Heilige und Kirchenlehrer war im Spätmittelalter Namensgeber von Europas viertgrößtem Bettelorden. Auf Gut Böddeken erblickte Clemens Freiherr Droste zu Hülshoff 1881 das Licht der Welt. Ihm und seinen Geschwistern ist die Verwaltung des literarischen Nachlasses seiner Großtante – der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff – zu verdanken.

Gut Böddeken ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Besonders stimmungsvoll erleben Sie die hügelige Landschaft rund um das westfälische Ausflugsziel im Herbst. Es lohnt sich, das Kloster im Tal des Friedens und unweit zur Wewelsburg hautnah zu erleben!

Adresse & Kontakt

Unsere Adresse

Böddeken 1, 33142 Büren

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